Ratgeber

Energieausweis beim Verkauf

Wer ein Haus oder eine Wohnung verkauft, braucht beim Verkauf in der Regel einen gültigen Energieausweis. Kennwerte daraus gehören schon in die Immobilienanzeige, und spätestens bei der Besichtigung muss der Ausweis vorliegen. Fehlt er, kann ein Bußgeld drohen.

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Kurz gesagtJa, beim Verkauf ist der Energieausweis in der Regel Pflicht: Kennwerte gehören in die Anzeige, und bei der Besichtigung muss er vorliegen.

Der Ausweis, an den beim Verkauf kaum jemand denkt

Die Fotos sind gemacht. Der Anzeigentext steht. Sie wollen auf „Veröffentlichen“ klicken. Und dann fragt das Portal nach Energieklasse, Kennwert und Energieträger. Wo war noch mal der Energieausweis? Gibt es überhaupt einen?

Viele Verkäufer stehen genau hier. Der Energieausweis wirkt wie eine Formalie. Doch ohne ihn fehlen Ihrer Anzeige die nötigen Angaben. Und Käufer schauen genau hin. Denn der Ausweis zeigt, was Heizen später kosten könnte.

Die gute Nachricht: Der Energieausweis beim Verkauf ist schnell besorgt, wenn Sie früh starten. Was Sie sonst noch für den Verkauf brauchen, zeigt die Checkliste Unterlagen für den Hausverkauf. Die Grundbegriffe erklärt das Lexikon Energieausweis.

Wann der Energieausweis Pflicht ist

Die Pflicht stand bisher im Gebäudeenergiegesetz. Das Gesetz wurde inzwischen überarbeitet und heißt jetzt Gebäudemodernisierungsgesetz. Die Pflicht zum Energieausweis beim Verkauf bleibt bestehen. Zwei Zeitpunkte sind für Sie wichtig:

  1. Anzeige: Schalten Sie eine Immobilienanzeige, gehören Kennwerte aus dem Ausweis hinein.
  2. Besichtigung: Spätestens dann muss der Ausweis vorliegen. Zeigen Sie ihn den Interessenten offen.

Geben Sie den Ausweis nach dem Kaufvertrag an den Käufer weiter. Er braucht ihn später selbst, etwa wenn er vermietet.

Ausnahmen

Für einige Gebäude gelten Ausnahmen, zum Beispiel für bestimmte Baudenkmäler oder sehr kleine Gebäude. In Gelsenkirchen stehen manche Häuser unter Denkmalschutz, etwa in historischen Bergarbeitersiedlungen. Ob für Ihr Haus eine Ausnahme gilt, klärt der Aussteller oder das Bauordnungsamt.

Christian Gottschling, Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH – Energieausweis beim Verkauf in Gelsenkirchen

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen.

Verbrauchsausweis

Er zeigt den tatsächlichen Energieverbrauch der letzten Jahre. Grundlage sind die Heizkostenabrechnungen. Er ist günstiger. Aber er hängt stark vom Verhalten der Bewohner ab. Wer sparsam heizt, bekommt einen guten Wert.

Bedarfsausweis

Er berechnet den Energiebedarf aus der Bausubstanz: Dämmung, Fenster, Heizung. Ein Fachmann begeht das Haus. Er ist teurer, aber aussagekräftiger. Käufer vertrauen ihm oft mehr.

Welcher passt zu Ihrem Haus?

Das hängt vor allem von Baujahr, Größe und Zustand des Hauses ab. Für ältere, kleinere Wohnhäuser ohne energetische Modernisierung ist oft ein Bedarfsausweis vorgeschrieben. In anderen Fällen haben Sie die Wahl.

In Gelsenkirchen gibt es viele ältere Ein- und Zweifamilienhäuser. Lassen Sie sich deshalb vom Aussteller sagen, welcher Ausweis für Ihr Haus nötig ist, bevor Sie bestellen.

Was in die Immobilienanzeige gehört

In eine Immobilienanzeige gehören die wichtigsten Angaben aus dem Energieausweis. Typisch sind:

  • die Art des Ausweises (Verbrauch oder Bedarf)
  • der Energiekennwert
  • der wichtigste Energieträger der Heizung, etwa Gas, Öl oder Fernwärme
  • das Baujahr
  • die Energieeffizienzklasse

Fehlen Pflichtangaben, drohen Bußgelder und Abmahnungen. Welche Angaben genau nötig sind, steht auf dem Ausweis selbst und weiß der Aussteller. Auch die großen Immobilienportale fragen die Werte ab.

Ein Hinweis zur Zukunft: Für neue Energieausweise sind erweiterte Angaben und eine digitale Ausstellung angekündigt. Ein gültiger Ausweis bleibt bis zum Ende seiner Laufzeit gültig.

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Kosten, Gültigkeit und wer ausstellen darf

  • Gültigkeit: In der Regel zehn Jahre ab Ausstellung. Das Datum steht auf dem Ausweis. Danach brauchen Sie einen neuen.
  • Aussteller: Fachleute mit besonderer Qualifikation, zum Beispiel Architekten, Ingenieure, Energieberater oder entsprechend fortgebildete Handwerker.
  • Kosten: Als Erfahrungswert aus der eigenen Verkaufspraxis von GOTTSCHLING Immobilien kostet ein Verbrauchsausweis rund 200 bis 250 €, ein Bedarfsausweis rund 500 bis 700 €. Holen Sie zwei Angebote ein.

Vorsicht vor sehr billigen Online-Ausweisen ohne Prüfung. Stimmen die Daten nicht, ist der Ausweis angreifbar. Und ein Käufer kann sich später auf falsche Angaben berufen.

Bei Eigentumswohnungen gilt der Ausweis für das ganze Gebäude. Ihn hat in der Regel die WEG-Verwaltung. Fragen Sie dort zuerst nach, bevor Sie einen eigenen bestellen. Mehr zur Verwaltung unter WEG-Verwaltung Gelsenkirchen.

Schlechte Energieklasse – was nun?

Ihr Haus landet in Klasse G oder H? Das ist im alten Ruhrgebietsbestand keine Seltenheit. Es ist auch kein Grund zur Panik. Aber es beeinflusst den Preis.

Käufer rechnen Sanierungskosten ein. Sie fragen nach Heizung, Dach und Fenstern. Ihr Vorteil: Wer ehrlich und vorbereitet auftritt, verhandelt besser. Legen Sie Rechnungen für bereits erledigte Modernisierungen vor. Nennen Sie offen, was noch fehlt. Ein Mangel, den Sie kennen und verschweigen, kann teuer werden (§ 444 BGB).

Wie stark die Energieklasse den Wert Ihres Hauses beeinflusst, zeigt eine Immobilienbewertung in Gelsenkirchen. Das Maklerteam von GOTTSCHLING Immobilien kümmert sich auf Wunsch auch um den Energieausweis. Es hat über 400 Verkäufe begleitet. Die Provision bei Einfamilienhaus und Eigentumswohnung beträgt für Verkäufer 3,57 % inkl. MwSt., fällig erst nach dem Notartermin. Mehr unter Haus verkaufen in Gelsenkirchen. Den Ablauf zeigt Haus verkaufen: Der Ablauf in 9 Schritten, die Kosten Was kostet ein Hausverkauf? Weitere Themen im Ratgeber Immobilienverkauf.

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Häufige Fragen

Brauche ich einen Energieausweis, um mein Haus zu verkaufen?

In den meisten Fällen ja. Kennwerte daraus gehören in die Anzeige, und spätestens bei der Besichtigung muss der Ausweis vorliegen. Nach dem Kaufvertrag geben Sie ihn an den Käufer weiter. Für einige Gebäude, etwa bestimmte Baudenkmäler, gelten Ausnahmen.

Wie lange ist ein Energieausweis gültig?

In der Regel zehn Jahre ab dem Ausstellungsdatum. Ist er abgelaufen, brauchen Sie für den Verkauf einen neuen. Das Datum steht auf dem Ausweis.

Welcher Energieausweis ist für mein Haus nötig?

Das hängt von Baujahr, Größe und Zustand ab. Für ältere, kleinere Wohnhäuser ohne energetische Modernisierung ist oft ein Bedarfsausweis vorgeschrieben. Sonst haben Sie die Wahl zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis. Ein Fachmann sagt Ihnen vor der Bestellung, welcher passt.

Was passiert, wenn ich keinen Energieausweis vorlege?

Dann kann ein Bußgeld drohen. Zusätzlich können Anzeigen ohne Pflichtangaben abgemahnt werden. Und Käufer werden misstrauisch, wenn der Ausweis fehlt.

Wer stellt den Energieausweis in Gelsenkirchen aus?

Berechtigt sind qualifizierte Fachleute wie Architekten, Ingenieure, Energieberater oder fortgebildete Handwerker. Holen Sie mindestens zwei Angebote ein. Bei Eigentumswohnungen hat oft die WEG-Verwaltung schon einen Ausweis für das Gebäude.

Brauche ich für eine Eigentumswohnung einen eigenen Energieausweis?

Nein. Der Energieausweis gilt für das ganze Gebäude. Fragen Sie bei Ihrer WEG-Verwaltung nach dem aktuellen Ausweis. Ist keiner vorhanden oder ist er abgelaufen, beauftragt in der Regel die Gemeinschaft einen neuen.

Senkt eine schlechte Energieklasse den Verkaufspreis?

Oft ja, denn Käufer rechnen Sanierungskosten ein. Wie stark, hängt von Lage, Zustand und Nachfrage ab. Belege für bereits erledigte Modernisierungen helfen in der Verhandlung. Eine Bewertung zeigt den realistischen Preis.

Fazit

Der Energieausweis ist beim Verkauf fast immer Pflicht. Kennwerte gehören in die Anzeige, und spätestens bei der Besichtigung muss der Ausweis vorliegen. Welcher Ausweis nötig ist, sagt Ihnen der Aussteller. Bestellen Sie ihn früh, damit Ihre Anzeige vollständig ist. Eine schlechte Energieklasse ist kein Hindernis, wenn Sie offen damit umgehen.

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