Musterbeschluss zum Kopieren
Musterbeschluss Sonderumlage für eine Maßnahme
Reicht die Rücklage für eine Reparatur oder Sanierung nicht, beschließen die Eigentümer eine Sonderumlage. Dafür genügt die einfache Mehrheit. Der Beschluss zur Sonderumlage für eine Maßnahme muss Gesamtbetrag, Zweck, Verteilung und Fälligkeit klar nennen. Sonst ist er angreifbar.
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- rund 4.000 verwaltete Einheiten
- Zertifizierter Verwalter § 26a WEG
- Mitglied im VDIV NRW
Kurz gesagtEine Sonderumlage für eine Maßnahme wird mit einfacher Mehrheit beschlossen; der Beschluss nennt Zweck, Gesamtbetrag, Verteilungsschlüssel und Fälligkeit.
Die Heizung ist kaputt, die Rücklage leer – was jetzt?
Es ist Oktober. Der Heizkessel fällt aus. Der Fachbetrieb sagt: Reparieren lohnt nicht mehr. Das Angebot liegt – als Beispiel – bei 45.000 €. In der Rücklage liegen 15.000 €. Der Gemeinschaft fehlen 30.000 € – und zwar schnell.
Genau dafür gibt es die Sonderumlage. Sie ist eine einmalige Zahlung zusätzlich zum Hausgeld. Sie ist an einen Zweck gebunden. Und sie muss sauber beschlossen werden. Sonst zahlt am Ende nur, wer will. Grundlagen erklärt der Ratgeber Sonderumlage, den Begriff das Lexikon.
Der Beschlusstext zum Kopieren
Kopieren Sie den Musterbeschluss Sonderumlage für eine Maßnahme und füllen Sie die Platzhalter in eckigen Klammern aus.
TOP [Nr.]: Sonderumlage zur Finanzierung der Maßnahme [Bezeichnung der Maßnahme]
1. Die Eigentümer der Gemeinschaft [Name der WEG], [Straße und Hausnummer], [PLZ] Gelsenkirchen, beschließen zur Finanzierung der Maßnahme [Bezeichnung, z. B. Erneuerung der Heizungsanlage] eine Sonderumlage von insgesamt [Betrag] €. Die Maßnahme selbst wurde unter TOP [Nr.] beschlossen.
2. Die Sonderumlage wird nach [Miteigentumsanteilen / dem für diese Kosten geltenden Schlüssel] verteilt. Auf die einzelnen Einheiten entfallen die Beträge aus der Aufstellung vom [Datum], die der Einladung beilag und Teil dieses Beschlusses ist.
3. Die Sonderumlage ist am [Datum] fällig. [Alternativ: Sie ist in [Anzahl] gleichen Raten fällig, jeweils am [Datum], [Datum] und [Datum].] Besteht ein Lastschriftmandat, wird sie zum Fälligkeitstermin eingezogen.
4. Die Mittel sind zweckgebunden. Sie werden auf [dem Konto der Gemeinschaft / einem gesonderten Konto] verwaltet. Ein nicht verbrauchter Rest wird [der Erhaltungsrücklage zugeführt / nach demselben Schlüssel erstattet]. [Optional: Aufträge für die Maßnahme werden erst erteilt, wenn mindestens [Prozent] % der Sonderumlage auf dem Konto der Gemeinschaft eingegangen sind.]
Abstimmung: Ja [Anzahl] – Nein [Anzahl] – Enthaltung [Anzahl]. Der Versammlungsleiter verkündet: Der Beschluss ist [angenommen / abgelehnt].
Wichtig: Diese Vorlage ersetzt keine Rechtsberatung. Passen Sie den Beschluss an Ihre Gemeinschaft, Ihre Teilungserklärung und Ihre Vereinbarungen an. Lassen Sie ihn im Zweifel vor der Versammlung prüfen.
Rechtsgrundlage und Mehrheit
Eine Sonderumlage ist rechtlich ein Nachtrag zum Wirtschaftsplan. Grundlage ist § 28 Abs. 1 WEG: Die Eigentümer beschließen Vorschüsse zur Kostentragung. Ob die Umlage ordnungsmäßiger Verwaltung entspricht, richtet sich nach § 19 Abs. 1 WEG.
Es reicht die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (§ 25 Abs. 1 WEG). Die Maßnahme selbst wird in einem eigenen Punkt beschlossen, etwa mit dem Musterbeschluss Erhaltungsmaßnahme. Beide Punkte gehören vorher auf die Tagesordnung. Wie Sie das richtig ankündigen, zeigt der Ratgeber Tagesordnung.

Rücklage, Sonderumlage oder Kredit?
Es gibt drei Wege, eine große Maßnahme zu bezahlen:
- Rücklage: am günstigsten, wenn genug Geld da ist. Dafür braucht es einen Beschluss über die Entnahme.
- Sonderumlage: schnell und ohne Zinsen. Sie belastet aber alle Eigentümer auf einmal.
- Darlehen: verteilt die Last über Jahre, kostet aber Zinsen. Mehr im Musterbeschluss Darlehen der Gemeinschaft.
Oft ist eine Mischung sinnvoll. Ein Teil aus der Rücklage, der Rest als Sonderumlage in Raten. So bleibt ein Notgroschen übrig, und niemand wird überfordert.
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Kostenlos und unverbindlich · Termine vor Ort in GelsenkirchenTypische Fehler
- Kein Gesamtbetrag. „Was nötig ist“ reicht nicht. Der Betrag muss feststehen.
- Einzelbeträge nicht ermittelbar. Jeder Eigentümer muss erkennen können, was er zahlt.
- Falscher Schlüssel. Gilt für Erhaltung ein besonderer Schlüssel, muss die Umlage ihn nutzen.
- Zweck unklar. Ohne Zweckbindung droht Streit über die Verwendung.
- Keine Fälligkeit. Ohne Termin kein Verzug – und das Geld fehlt, wenn der Handwerker die Abschlagsrechnung schickt.
Was, wenn ein Eigentümer nicht zahlen kann?
Die Sonderumlage gilt für alle. Auch wer knapp bei Kasse ist, muss zahlen. Ratenzahlung kann die Gemeinschaft im Beschluss vorsehen. Fallen Zahlungen aus, müssen die anderen die Lücke vorerst tragen. Dafür gibt es den Musterbeschluss Sonderumlage zur Liquiditätssicherung. Rückstände lassen sich mit dem Musterbeschluss Hausgeldrückstände einklagen.
So arbeitet GOTTSCHLING Immobilien
Bei GOTTSCHLING Immobilien bekommen Sie vor der Versammlung eine Aufstellung mit dem Betrag je Einheit. Die Finanzierung wird offen besprochen: Rücklage, Raten oder Kredit. Was die Abwicklung einer Sonderumlage kostet, steht transparent im Preisverzeichnis zum Vertrag. Die Beschlussvorlagen basieren auf den Mustern des VDIV NRW.
Mehr über die WEG-Verwaltung in Gelsenkirchen erfahren Sie auf der Säulenseite. Den Preis für Ihre Gemeinschaft sehen Sie im Preisrechner für die WEG-Verwaltung: 24 € netto je Einheit und Monat, zuzüglich Umsatzsteuer. Ob Apartment, große Wohnung oder Laden: Jede Einheit laut Teilungserklärung kostet gleich viel. Alle Preise im Überblick: Kosten der Hausverwaltung in Gelsenkirchen. Weitere Vorlagen finden Sie bei den Musterbeschlüssen.

Häufige Fragen
Welche Mehrheit braucht eine Sonderumlage?
Die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen reicht. Die Sonderumlage ist ein Nachtrag zum Wirtschaftsplan nach § 28 Abs. 1 WEG. Sie muss vorher auf der Tagesordnung stehen.
Muss jeder Eigentümer die Sonderumlage zahlen?
Ja, wenn sie wirksam beschlossen ist. Das gilt auch für Eigentümer, die dagegen gestimmt haben. Wer sie für fehlerhaft hält, muss den Beschluss innerhalb eines Monats anfechten.
Kann eine Sonderumlage in Raten gezahlt werden?
Ja, wenn der Beschluss das vorsieht. Die Raten und ihre Termine sollten im Beschluss stehen. Das entlastet Eigentümer mit kleinerem Budget.
Wer zahlt die Sonderumlage, wenn die Wohnung gerade verkauft wird?
Gegenüber der Gemeinschaft schuldet sie, wer bei Fälligkeit Eigentümer ist. Was Käufer und Verkäufer untereinander vereinbaren, steht im Kaufvertrag. Fragen Sie vor dem Kauf nach beschlossenen Sonderumlagen.
Darf die Sonderumlage auf Mieter umgelegt werden?
Nein. Sie finanziert Erhaltung oder Investitionen. Das sind keine Betriebskosten. Vermieter tragen sie selbst.
Was passiert mit Geld aus der Sonderumlage, das übrig bleibt?
Das regelt am besten der Beschluss. Üblich ist, den Rest der Erhaltungsrücklage zuzuführen oder nach demselben Schlüssel zu erstatten. Ohne Regel entscheidet die Gemeinschaft später.
Fazit
Eine Sonderumlage rettet die Gemeinschaft, wenn das Geld knapp ist. Der Musterbeschluss Sonderumlage für eine Maßnahme braucht nur die einfache Mehrheit. Er muss aber klare Angaben enthalten: Zweck, Gesamtbetrag, Schlüssel, Beträge je Einheit und Fälligkeit. Prüfen Sie Raten und eine Kombination mit der Rücklage. Und sorgen Sie langfristig für eine Rücklage, die solche Umlagen seltener macht.
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